Die Blindprägung formt das zu veredelnde Material ohne farb- oder effektgebende Folie. Durch räumliche Ausarbeitung des individuellen Prägewerkzeugs und der Patrize wirkt die Prägung des Papiers rein haptisch, nur unterstützt durch das Licht- und Schattenspiel an den Prägekanten, deren Stärke je nach Wunsch vorsichtig oder markant gewählt werden kann.

Die so gewonnene Struktur des Bedruckstoffes vermittelt dezentere Sinneswahrnehmungen als die verwandten Varianten mit Folieneinsatz, wirkt dadurch aber sehr reduziert und akzentuiert. Wer sich auf den Einsatz von Licht und Schatten verlässt, schafft dadurch eine ganz besondere Hervorhebung der geprägten Information.

Wo das nicht ausreicht, können aber auch gedruckte Elemente geprägt werden. Hierbei stellt die geforderte Passerhaltigkeit eine besondere Herausforderung dar, die wir täglich auf´s Neue meistern.

Info
Geeignet für eine Blindprägung sind Naturpapiere und -kartons, am besten mit Baumwollfaseranteilen. 300 g/m² Gmund Cotton-Karton oder ein Büttenkarton ist daher stimmiger für diese Art der Veredlung als ein gestrichener Kunstdruckkarton mit 200 g/m². Die Weichheit und Stabilität des langfaserigen Papiers liefert die besten Ergebnisse.